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Sie haben die passende Immobilie für Ihr Investmentziel gefunden, die Finanzierung ist genehmigt, doch das Wichtigste kommt noch: Erst mit dem Notartermin schließen Sie Ihren Immobilienkauf rechtmäßig ab. Wie der Termin abläuft und was Sie mitbringen müssen.

Der Notartermin bedeutet vor allem eins: Sie haben es geschafft! Ihre Immobiliensuche war erfolgreich und es trennen Sie nur noch wenige Formalien davon, eine eigene Immobilie zu besitzen. Weil ein Notartermin nicht alltäglich und oft mit vielen Fragen verbunden ist, beantworten wir hier die wichtigsten.

FAQs zum Notartermin

1. Warum gibt es den Notartermin?

Egal, ob es um ein Haus, ein Grundstück oder eine Wohnung geht: In Deutschland muss der Kauf von Immobilien von einem Notar beurkundet werden. So ist gewährleistet, dass der Kaufprozess, bei dem es schließlich um eine große Summe Geld geht, für alle Seiten fair abläuft. Außerdem kann nur der Notar veranlassen, dass der Käufer im Grundbuch eingetragen wird. So sind auch die Eigentumsverhältnisse klar geregelt.

2. Welche Rolle spielt der Notar beim Immobilienkauf?

Beim Immobilienkauf gibt es in der Regel zwei Parteien: den Käufer und den Verkäufer. Sie können sich den Notar als einen neutralen Vermittler zwischen beiden Seiten vorstellen. Er ist unabhängig und sorgt dafür, dass der Kaufprozess fair und ordnungsgemäß über die Bühne geht. Seine Aufgabe ist es, den Kaufvertrag notariell zu beglaubigen und im Anschluss die Grundbucheintragung abzuwickeln.

3. Wer sucht den Notar aus – und wer übernimmt die Kosten?

Da der Notar neutral ist, kann er von der Käufer- oder Verkäuferseite gewählt werden. Üblich ist, dass der Käufer einen Notar beauftragt – er ist auch derjenige, der die Notarkosten übernimmt, die für die Beratung und die Grundbucheintragung anfallen. Die Notargebühren sind in Deutschland klar geregelt. Im Schnitt können Sie für die Beurkundung des Kaufvertrags und der Grundschuldeintragung mit 1,5 % des Kaufpreises kalkulieren.

Checkliste: Wie bereite ich mich auf den Termin vor?

1. Wie wird der Kaufvertrag erstellt?

Die meiste Arbeit im Vorfeld der Beurkundung hat der Notar: Er bereitet den Entwurf des Kaufvertrags für alle Parteien vor und schickt Ihnen rechtzeitig ein Exemplar zu. Ist ein Bauträger beteiligt, greift der Notar auf dessen Entwurf zurück. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Sie mindestens 14 Tage Zeit haben, die Unterlagen zu prüfen, wenn der Kauf zwischen einer Privatperson und einem Unternehmen abgewickelt wird. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie eine Neubauimmobilie von einem Bauträger kaufen.

2. Welche Unterlagen sollten außerdem beim Notartermin vorliegen?

Bis zum Notartermin sollten Sie die Finanzierungsbestätigung von Ihrer Bank erhalten, bzw. eine Grundschuldurkunde, die Sie während des Termins unterschreiben und ebenfalls durch den Notar beurkunden lassen, woraufhin die Grundschuld ins Grundbuch eingetragen werden kann. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Ihnen die Finanzierungssumme ausbezahlt werden kann. Die Beurkundung der Grundschuldurkunde kann auch zu einem späteren Termin stattfinden. Für Sie als Käufer ist es jedoch sinnvoll, bis zu Ihrem Notartermin zumindest eine finale Zusage Ihrer Bank zu haben.

3. Welche Unterlagen kann es zusätzlich in Vorbereitung des Notartermins geben?

Im Zuge des Kaufvorgangs gibt es oftmals viele verschiedene Formulare und Unterlagen von unterschiedlichen Beteiligten wie dem Vermittler, dem Verkäufer / Bauträger, sowie der Bank. All diese Schreiben müssen Sie zum einen unterschrieben zurücksenden. Zum anderen ist es ratsam, die  Unterlagen zur eigenen Dokumentation des Kaufvorgangs in Ihren Unterlagen aufzubewahren. Mit einem erfahrenen Partner an Ihrer Seite behalten Sie den Überblick und wissen genau, was bis wann unterschrieben sein muss.

4. Welche Unterlagen muss ich zum Termin selbst mitbringen?

Das wichtigste Papier ist ein gültiges Ausweisdokument, mit dem Ihre Identität festgestellt werden kann. Außerdem sollten Sie Ihre SteuerIdentifikationsnummer dabei haben – Achtung: Die elfstellige Steuer-ID nicht mit der Steuernummer verwechseln. Hilfreich können auch Ihre Dokumente über die Finanzierung sein.

Wie läuft der Termin vor Ort ab?

  • Zu Beginn des Termins prüft der Notar zunächst die Identität der Anwesenden.
  • Alle Vertragsparteien erhalten ein Exemplar des Kaufvertragsentwurfs.
  • Der Notar liest das Vertragsdokument laut vor. Das geht in der Regel recht zügig, kann aber etwas monoton wirken. Seien Sie dennoch aufmerksam und unterbrechen Sie jederzeit, wenn Fragen auftauchen.
  • Änderungen werden im Vertrag vermerkt.
  • Sind alle offenen Fragen zur Zufriedenheit der Anwesenden geklärt, unterzeichnen alle Parteien den finalen Kaufvertrag – damit ist die Beurkundung vollzogen und der Notar wird sich als nächstes um die Grundbucheintragung kümmern.
  • Mit der Eigentumsumschreibung im Grundbuch sind alle Nutzen und Lasten sowie das Eigentum an der Immobilie auf Sie übergegangen. Herzlichen Glückwunsch – damit sind Sie Besitzer einer neuen Kapitalanlage. Vielleicht haben Sie Lust, mit den gesammelten Erfahrungen gleich die nächste Investition anzugehen?
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Seien Sie auf alles vorbereitet
Ein Notartermin ist aufregend, doch er folgt immer dem gleichen Muster. Mit einem erfahrenen Partner an Ihrer Seite können Sie sich in Ruhe vorbereiten, erhalten Tipps für den Termin und können so der Beurkundung ganz entspannt entgegensehen.
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