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Corona, Krisen, Klimawandel – es gibt viele Gründe, skeptisch in die Zukunft zu blicken. Auch Kapitalanleger sind unsicher: Ist mein Geld morgen noch etwas wert? Ein guter Ort, um in die Zukunft zu investieren, ist der Immobilienmarkt. Wir klären auf, wie Inflation entsteht, was sie für Ihr Geld auf dem Konto bedeutet und warum ausgerechnet Immobilien ein wirksamer Inflationsschutz für Sie sind.

Was ist eine Inflation?

Preisschwankungen gehören zum Alltag und kurbeln das Wirtschaftswachstum an. Wenn jedoch das allgemeine Preisniveau von Waren und Dienstleistungen steigt, spricht man von Inflation. Aus dem Lateinischen übersetzt heißt Inflation „aufblasen“.

Es geht auch umgekehrt: Das passiert bei Preisverfall

Umgekehrt bedeutet eine Deflation sinkende Preise. Diese sorgen bei Verbrauchern zwar kurzzeitig für Freude, der Wirtschaft drohen infolge sinkender Umsätze jedoch schwerwiegende Folgen wie ausbleibende Investitionen durch Unternehmen, Insolvenzen und Arbeitslosigkeit.

Warum steigen die Preise? Typische Inflationsursachen & ihre Auswirkung

Die Ursachen für eine Inflation sind vielfältig. So können die Preise steigen, weil Unternehmen wachsende Energie- oder Lohnkosten ausgleichen müssen. Auch eine steigende Verbrauchernachfrage nach Produkten und Dienstleistungen kann die Preise in die Höhe treiben, wenn Unternehmen nicht die Ressourcen haben, ihre Produktion entsprechend zu skalieren.

Die Auswirkung der Inflation: Die Geldentwertung

Durch den Anstieg von Preisen wird das Geld entwertet, denn für den gleichen Betrag bekommen Sie letztendlich weniger. Eine Geldentwertung durch Inflation tritt außerdem ein, wenn immer mehr Geld in Umlauf kommt, beispielsweise weil die Europäische Zentralbank (EZB) Staatsanleihen kauft, um krisengebeutelten Staaten zu helfen. Der Anstieg der im Umlauf befindlichen Geldmenge führt oftmals zu einer erhöhten Nachfrage nach Produkten, die dann letztendlich teurer werden. Dadurch entsteht zugleich die Geldentwertung: 1.000 Euro bleiben zwar immer 1.000 Euro, allerdings sorgt die Inflation dafür, dass Sie in Zukunft weniger für Ihr Geld bekommen als heute.

Wie hoch ist die Inflationsrate aktuell und wie wird sie ermittelt?

Nachdem die Inflations- oder Teuerungsrate in Deutschland 2020 durch die Corona-Pandemie auf 0,2 % gesunken war – und damit unter den historischen Tiefstand von 0,3 % während der Finanzkrise fiel –, liegt sie nun Stand Februar 2021 bei 1,0 %. Eine Rate von 0 % ist übrigens nicht erstrebenswert: Ein gewisses Maß an Inflation befeuert die Wirtschaft. Finanzexperten zufolge liegt eine „gesunde Inflationsrate“ bei etwa 2,0 %.

An der Teuerungsrate lässt sich ablesen, wie stark das allgemeine Preisniveau steigt. Stellen Sie sich einen riesigen Warenkorb voll alltäglicher Produkte und Dienstleistungen vor – vom Deo über die Vollmilch bis hin zur Waschmaschine, wobei die einzelnen Güter gewichtet werden. Die prozentuale Veränderung des gesamten Warenkorbwerts im Vergleich zum Vormonat oder Vorjahr gibt die Inflationsrate an. 

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Tool-Tipp:
Sie können Ihre  persönliche Inflationsrate online berechnen, indem Sie Ihren Warenkorb individuell gewichten.

Rechenbeispiel: Wie viel ist Ihr Geld in 20 Jahren wert?

Die Tabelle zeigt, wie sich der Preise für ein Produkt entwickelt, das heute 100 € kostet:

Inflationsrate
in%
Produktpreis
2021 in €
Produktpreis
2041 in €
Kaufkraft
2041 in €
Geldentwertung
bis 2041 in %
0,5 100,00 110,49 90,51 9,49
1,0 100,00 122,02 81,95 18,04
2,0 100,00 148,59 67,30 32,70
5,0 100,00 265,33 37,69 62,31

Steigende Preise bedeuten, dass die Kaufkraft Ihres Geldes sinkt. Haben Sie heute 100 €, hätte dieser Betrag bei der heutigen Inflationsrate von 1,0 % in 20 Jahren nur noch eine Kaufkraft von 81,95 €. Dies entspricht einem Wertverlust von fast 20 %.  

Droht eine Inflation?

Die Zukunft ist ungewiss, die Weltwirtschaft ist strapaziert und die Staatsverschuldung steigt weltweit in vielen Ländern. Vor allem ältere Generationen fürchten angesichts solcher Entwicklungen oft eine neue Hyperinflation, die Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts erleben musste.

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Milliarden für ein Brot – die Hyperinflation
Wohin die Inflation im schlimmsten Fall führt, haben die Deutschen schon einmal erlebt: Nach dem ersten Weltkrieg verlor das Geld so drastisch an Wert, dass ein Brotlaib zeitweise 100 Milliarden Reichsmark und mehr kostete. Eine solche Hyperinflation tritt ein, wenn die Preise monatlich um durchschnittlich 50 % und mehr steigen.

Vor einer Hyperinflation muss sich heute allerdings niemand fürchten. Selbst von der idealen Inflationsrate 2 % sind wir derzeit entfernt. Dennoch lohnt es sich, hinsichtlich der weiterhin erwarteten Niedrigzinspolitik der EZB, einer Geldentwertung mit einem Inflationsschutz vorzusorgen.

Niedrigzinspolitik nutzen: Ihre Immobilie als Inflationsschutz

Mit ihrer aktuellen Niedrigzinspolitik arbeitet die EZB auf eine Steigerung der Inflation hin, zum weiteren Ärger der Verbraucher: Sie können ihr Erspartes kaum noch verzinsen. Stattdessen sind sogar Negativzinsen üblich geworden – wer als Neukunde größere Geldbeträge bei einer Bank anlegt, zahlt inzwischen drauf.

Doch es gibt auch eine positive Wechselwirkung zwischen Inflation und Zinsen bzw. eine Möglichkeit, diese zu nutzen: Sind die Zinsen niedrig, sind auch Kredite günstiger. Diese vorteilhafte Kreditsituation nutzen viele Anleger, um mit günstigem Fremdkapital in eine Immobilie als Kapitalanlage zu investieren und so den Wert ihres eigenen Vermögens zu erhalten. Im Gegensatz zu einer Geldanlage in Aktien haben Immobilien außerdem den Vorteil, sicherer zu sein.

Warum Immobilien gegen Inflation schützen

Die Inflation wirkt sich auf Geldwerte aus. Immobilien und Inflation stehen jedoch in einem anderen Zusammenhang: Immobilien zählen zu den Sachwerten, dahinter steht also ein realer Wert. Die Annahme ist, dass Sachwerte unabhängiger von den Schwankungen am Markt sind, als Geldwerte und damit einen Inflationsschutz bieten können. Sachwerte haben also das Potenzial, Inflationseffekte auszugleichen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Immobilienpreise bei Inflation sogar steigen. Zum einen ist mehr Geld im Umlauf, zum anderen geht die Inflation oft mit niedrigen Zinsen einher. Daher steigt auch die Nachfrage nach Kapitalanlageimmobilien, es gibt jedoch nicht mehr Immobilien. Deshalb steigt der Immobilienwert. Zum anderen steigen bei Inflation auch die durchschnittlichen Mietpreise – Ihre Mieteinnahmen lassen sich also ebenfalls gegen Inflation schützen und der Wert Ihrer Immobilie als Kapitalanlage bleibt erhalten

Welcher Sachwert gegen Inflation: Immobilie oder Gold?

Inflationssicher investieren können Anleger auch in den Sachwert Gold. Allerdings lassen sich mit Gold keine Mieteinnahmen erzielen, deshalb profitieren Sie von dieser Art der Vermögensanlage erst, wenn Sie das Edelmetall verkaufen. 

Vorteile einer vermieteten Wohnung als Inflationsschutz

Immobilienbesitzer, die ihr Objekt vermieten, sind im Vorteil gegenüber Mietern und Eigenheimbesitzern. Mieter müssen in der Inflation mit steigenden Mietkosten rechnen. Und bei Eigenheimbesitzern stehen anfallenden Kosten für ihr Haus keine Mieteinnahmen gegenüber. Ein zusätzlicher positiver Effekt tritt ein, wenn die Finanzierung Ihrer Immobilie über einen Kredit mit langer Zinsbindung erfolgt ist, der noch läuft.

In der Inflation steigen in der Regel nicht nur die Mieten, sondern auch – zumindest zeitverzögert – die Einkommen. Ihre Zinsen bleiben jedoch gleich. Damit stehen Ihnen mehr Einnahmen zur Verfügung und Sie können Ihre monatlichen Raten noch entspannter tilgen. Zudem entwertet sich mit der Inflation auch der Geldwert des offenen Darlehens nicht nur absolut, sondern auch relativ zum Immobilienwert, wenn dieser steigt.

Ihr persönlicher Inflationsschutz:

Eine Immobilie als Kapitalanlage

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Mit guter Beratung zur inflationssicheren Immobilie

Immobilien als Kapitalanlage bieten Sicherheit und Inflationsschutz: Sie sind wertbeständig und als Kapitalanleger können Sie durch Vermietung Einnahmen und eine gute Rendite generieren. Da attraktive Immobilien in guter Lage auch in Zukunft gefragt sind, können Sie Ihre Kapitalanlage später mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem lukrativen Preis verkaufen, ohne die Auswirkungen einer Inflation befürchten zu müssen. 

Wenn Sie mit der Investition in eine Immobilie als Kapitalanlage einen wirksamen Inflationsschutz schaffen wollen, brauchen Sie ein zukunftssicheres Objekt. Bedenken Sie, dass Kosten im Zusammenhang mit Ihrer Immobilie während einer Inflation steigen. Deshalb sollte das Objekt Ihrer Wahl in einem guten Zustand sein und Sie sollten Rücklagen für Ausgaben wie Reparaturkosten bilden. 

Bei der Auswahl des passenden Investments und all Ihren Fragen stehen Ihnen die Profis von Immoheld gern zur Seite.